Samstag, 6. Oktober 2018

herbstwandern

das war schön! und es hat so gut getan!

vor einer woche haben wir eine wanderung an einen unglaublich schönen, unberührten ort im tessin unternommen. ein mann mit hund ist uns begegnet und am see waren vier fischer. sonst haben wir keine menschenseele angetroffen.
nun weiss ich gar nicht, wieviel ich hier preisgeben soll, damit es dort möglichst einsam bleibt.

andererseits ist die wanderung auf verschiedenen internetseiten und wanderführern bereits beschrieben. da muss ich glaubs kein geheimnis draus machen. und wegen meinen paar leserInnen wird jetzt bestimmt nicht der grosse run dorthin ausbrechen. ausserdem ist es vielleicht gar nicht immer so einsam dort und wir hatten einfach ganz viel glück?

die anreise ist jedenfalls nur was für sehr geübte enge-bergstrassen-fahrerInnen. ich für meinen teil würde glaubs sterben, müsste ich selber da rauffahren! einmal mehr bin ich glücklich, dass ich den herrn mo habe! ein bus würde bis nach osco, dem startort der wanderung fahren, aber ich glaube, für einen tagesausflug aus der nordschweiz ist das mit dem öv nicht realistisch.

wir starten im kleinen weiler somprei, hoch über der leventina. ein angenehmer wanderweg



führt uns zügig auf die hochebene


der unglaublich schönen moorlandschaft um die alpe di chièra.


die alpe ist bereits verlassen, das vieh wohl wieder im tal unten.


hier würde es mir gefallen! hier könnte ich bleiben! einen ganzen sommer lang oder länger. herr mo, die hunde, genügend proviant, ein paar bücher, was zum stricken. da würde sonst wohl nicht viel vermissen. ok, über besuch von lieben menschen würde ich mich dann wohl schon freuen.
träumen darf frau ja! und wer weiss; vielleicht irgendwann...?

heute wollen wir noch zu den laghi chièra. also steigen wir weiter auf


und weiter


frau mo keucht schon gehörig, als wir das erste seelein passieren


na ja... gibt schöneres... war wohl etwas arg trocken im sommer...

ein paar schritte weiter dann der zweite, grössere see. schon besser! allerdings auch sehr windig.


wir finden trotzdem ein nettes plätzchen für unser picknick


die madam layana macht das übrigens sehr gut. sie ist jeweils ganz aus dem häuschen, wenn sie merkt, dass wir irgendwo hinfahren und sie mit darf. ab und zu kommt sie an ihre grenzen. dann tragen wir sie über die unwegsamsten stellen. und während unseren pausen legt sie sich auch manchmal zum schlafen hin. das hat sie früher, als sie noch gesehen hat, nicht getan. aber sie wirkt immer zufrieden und aufgeweckt.

schon bald wird es uns hier oben aber zu kalt und wir steigen vorerst wieder denselben weg hinunter.


an einem windgeschützten pläzchen genehmigen wir uns einen espresso und ein, zwei köstliche amaretti vom schwesterherz.


ach so, das hab ich noch gar nicht erwähnt: meine schwester ist auch mit dabei. die ist fit! die keucht nicht, wenn es mal etwas steiler hoch geht. ich habe ein wenig ein schlechtes gewissen, dass sie meinetwegen immer so in der landschaft rumschleichen muss... aber sie ist ja auch schon gross und kann selber entscheiden, ob sie ja oder nein sagt.


kurz vor der alpe chièra nehmen wir den weg durch das herbstlich bunte moor


hinunter über padsass zurück nach somprei.


nun hoffen wir, dass das wetter mitspielt und wir in diesem herbst noch einmal eine oder zwei oder... schöne, einsame wanderungen unternehmen können.


herzlich,

mo



Kommentare:

  1. Was glaubst du, was ich da keuchen würde! Aber meiner Hüfte würde ich das auch nicht mehr zumuten, zu viel angst vor Stürzen...
    Interessante Landschaft, mir doch ein bisschen fremd.
    Sonntagsgrüße!
    Astrid

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  2. ...wieder eine so schöne Wanderung, liebe Monika,
    da wäre ich gerne dabei...und würde dich bergauf beim Keuchen kräftig unterstützen ;-)...

    liebe Grüße Birgitt

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  3. Wirklich eine tolle und bestimmt anspruchsvolle Wanderung in einer imposanten Bergregion. Ich hoffe, dass wir im Oktober auch noch in die Berge der Südalpen kommen. Deshalb drücken wir gemeinsam die Daumen für schöne sonnige warme Tage.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Die Schwester hat nichts zu klagen, weil sie a.)auch gern in guter Gesellschaft läuft, b.)es geniesst, wenn sie genug Zeit hat, die Gegend zu bestaunen und c.)an Orte mitfahren kann, an die man mit ÖV nicht hinkommt. Win- win nennt man das auf neudeutsch ;-).
    Liebe Grüsse, Brigitte

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