Dienstag, 27. Februar 2018

tell a story! mit dem auto

so zwischen 20'000 und 25'000 kilometer fahre ich pro jahr mit dem auto. ich finde das ist etwas arg viel! alle zwei jahre mehr als einmal um die ganze welt! so rein theoretisch...

es gab zeiten in meinem leben, da bin ich ohne auto prima klar gekommen. mit öv, velo oder zu fuss bin ich fast überall hingekommen, wo ich hin wollte oder musste.

in der freizeit bin ich jeweils nicht unglücklich, wenn sich herr mo ans steuer setzt.
aber seit einigen jahren brauche ich das auto vor allem beruflich. ich begleite menschen mit einer psychischen erkrankung bei sich zuhause, in ihrem alltag. ohne auto ist das für mich nicht vorstellbar. meine kundschaft verteilt sich über zwei kantone. die verkehrsverbindungen in die seitentäler oder gar in den nachbarkanton sind jenseits von gut und böse. es gibt sogar ortschaften, in die gar kein bus mehr fährt. manchmal fahre ich morgens 20 km nach süden und am nachmittag dann 30 km nach norden.
obwohl ich keine begeisterte autofahrerin bin, habe ich mich mittlerweile mit dem vierrädrigen untersatz arrangiert. das gehört hald zum job. so nach dem motto: irgendwas ist ja überall...
zum glück fahre ich vor allem strecken, auf denen sich der verkehr in grenzen hält.
die fahrerei versuche ich mir so angenehm wie möglich zu machen und drehe die musik ganz laut auf. so düst es sich fast wie von selbst von a nach c und über b nach...


mit meinem auto kann ich sogar reden! ich sage ihm zum beispiel: 'herr mo anrufen' und es antwortet mir: 'telefon nicht verbunden!' oder ich sage: 'künstler rägnbounmän abspielen!' und die dame mit der computerstimme sagt: 'es läuft der künstler ragn bohnemann!'
ich habe den verdacht dass die dame noch weniger englisch kann als ich! manchmal frage ich mich, wie sie wohl aussieht...

aber eigentlich möchte emma heute nicht in erster linie ein video sehen sondern ein, zwei archivbilder zum thema 'mit dem auto'!
von meinem alltagsauto habe ich aber glaubs kein schlaues foto.

aber wir haben ja auch noch ein ferienauto, das camperchen.


zu ihm haben wir ein etwas ambivalentes verhältnis. es ist sehr klein, fast winzig, passt auf fast jeden parkplatz und schafft auch schmalste bergsträsschen.


natürlich nur, wenn herr mo fährt! ich würde ja sterben, wenn da ein auto entgegenkommt! und natürlich kam uns ein auto, sogar ein kleinbus entgegen! was denn sonst! die idioten haben wahrscheinlich, genau wie ich, die karte nicht richtig gelesen...

so viele vorteile die winzigkeit des camperchens hat, so eng ist es in diesem zu leben.


man stellt sich das ja immer so idyllisch vor, mit so einem camperchen in der freien natur, wahlweise am meer oder ganz spektakulär in den bergen, vielleicht auch ein stiller see. weit und breit keine menschenseele, nur herr mo und ich und die terrieristen. und wir sitzen draussen, bei einem glässchen wein, einer kerze und geniessen den lauen sommerabend, bevor wir dann ins kuschelige bettchen schlüpfen... romatik pur!

in wirklichkeit stehen wir dann oft wahlweise auf einem stellplatz, wo das klo 200 meter entfernt ist (sowas gibt es im winzigst-camperchen ja nicht) oder auf einem campingplatz, die seeseite ist bereits belegt und jeder zweite, der vorbeispaziert hat einen hund dabei, der von den terrieristen angekläfft wird. abends ist es ar...kalt (mo's verreisen ja immer ausser der saison...), wir sitzen beengt drinnen bei einem heissen tee und bevor wir schlafen gehen, müssen wir zuerst die schaumstoffelemente der sitzecke zum bett umbauen. kuschelig ist anders! nach ein, zwei unbequemen wochen wird unsere sehnsucht nach dem heimischen bett jeweils übermächtig.


dann wollen wir das camperchen amigs verkaufen. aber das will ja keiner haben! jedenfalls nicht für einen preis, den wir für angemessen halten. aso, nicht, dass wir es schon jemals richtig ausgeschrieben hätten... irgendwie hängen wir dann doch zu sehr daran.

letzten september waren wir nach zwei ferienwochen in frankreich wieder an dem punkt, an dem wir uns ernsthaft gedanken darüber gemacht haben, wie wir in zukunft unsere ferien verbringen wollen.
und wisst ihr was? wir haben investiert, uns ein vorzelt gekauft und ein richtig, richtig bequemes bett machen lassen.


und für dieses jahr haben wir uns vorgenommen, das neue alte camperchen von april bis oktober mindestens einmal pro monat auszufahren.
ich werde berichten...

 
herzlich,

mo


lust auf weitere autogeschichten?  dann schaut mal bei emma vorbei!


Kommentare:

  1. Hach, was für eine nette Betthupferlgeschichte!
    Gute Nacht!
    Astrid

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  2. Guten Morgen liebe Monika,
    schön, deine Geschichte zum Thema Auto zu lesen. Campingplätze kenne ich vor allem vom Zelten. Auch hier stellt man es sich romantisch vor und wird dann von der Wirklichkeit (Regen, Nässe, Kälte, Sucherei) eingeholt. Aber es gefällt doch immer wieder.
    Habe einen schönen Tag und
    liebe Grüsse
    Eda

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  3. Schön deine Geschichte, du liebe Zeit sooooovvviiiiiieeeelllll Kilometer, da kann ich einpacken.
    Soviel Kilometer laufe ich vielleicht! hööööö!!

    Ja , so ein Camperchen macht bestimmt Spaß, aber ich muß gestehen Camping und Co waren noch nie meines.

    Vielleicht wenn ich in jungen Jahren damit angefangen hätte.

    Lieben Gruß Eva

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  4. Ohhh mir gefällt die romantische Vorstellung besser... und 20.000 km fahre ich auch locker im Jahr... und das obwohl ich nicht lange zur Arbeit fahren muss. Aber ich habe so spontan Aktionen wie ich besuche ganz kurzfristig eine Freundin am anderen Ende Deutschlands und fahre halt die paar Stunden schnell mit dem Auto hin... und ruckzuck sind 1500 km gefahren.. hups... Danke für die Geschichte... liebe Grüße Emma

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  5. ...im Job muß ich ja auch viel fahren, liebe Monika,
    aber so viel schaffe ich dann doch nicht...eine spannende Arbeit machst du da, da würde ich mich gerne mal mit dir austauschen...also falls du mal mit dem Camperchen im Schwarzwald unterwegs bist ;-)...mir wäre das wahrscheinlich auch zu klein und mit zunehmendem Alter bevorzuge ich auch großzügige Bequemlichkeit :-),

    liebe Grüße Birgitt

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    1. so ein kleine tour durch den schwarzwald und eine plauderstunde mit dir, das sollte ich echt mal ins auge fassen!

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  6. Ich muss gestehen dass Campen nix für mich ist... Auch aus den Gründen die du genannt hast..
    GLG, Geraldine

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  7. Also ich schaffe eine glatte Null weniger KM im Jahr und das reicht mir auch.
    Zum Campieren war und bin ich zu bequem, das probiere ich auch nicht mehr aus.
    Wünsche euch aber einen Guten, Gsunden Schlaf beim Campieren.
    L G Pia

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  8. Ausfahrten mit dem Camperchen - hei- da gibts bald schöne Fotos!

    Ich hör sooooo gern Musik laut. Richtig laut. Ungesund laut... momentan geht das nur im Auto ohne Kind. Wobei ich fürchte ihn mit meiner Vorliebe eh schon angesteckt zu haben. Regnboun mään ist super- Aussprache des Kindes:-)

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  9. Oh gefroren haben wir auch schon beim Campen. Kleine Maus war ein Jahr alt und beim Schlafen eingepackt wie im Winter... und das auf Elba. Morgens Frühstück mit Daunenjacke und Mütze bei 7 Grad. Als wir wieder nach Hause mussten dann die Wetterwende: 35 Grad am Schatten. Aber ich bin immer noch ein grosser Campingfan, trotz Platzknappheit und manchmal Ar... kaltem Wetter :-) Euer Bett muss ich mal googeln ;-)
    Liebi Griäss
    Paula

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