Montag, 15. Januar 2018

tell a story! meine strasse

da will ich einmal einem post vorbereiten, einmal! und was passiert? ja, genau, ein paar haben es gesehen und die liebe paula hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen (dankä, bisch ä schatz!); ein leeres blatt habe ich gestern veröffentlicht! tja, wenn ich zwischen zwei terminen schnellschnell was in die tasten hauen will... tschuldigung! soll nicht wieder vorkommen! hoffentlich...

nun also zum wirklichen thema des heutigen posts. emma von frühstück bei emma möchte heute ein paar geschichten zu 'meine strasse' sehen.

meine stadt ist ein dorf und meine strasse dementsprechend ein weg. gut, das ist zwar etwas untertrieben, aber es ist wirklich nur ein strässchen. zuerst dachte ich noch, dass sich in meinem fotoarchiv kein bild von meinem strässchen findet. dabei habe ich unseren hausberg, den bristen, wahrscheinlich bereits tausend mal fotografiert. nur meistens ohne das strässchen. da achte ich immer drauf, dass es nicht auf dem bild ist. ich will ja mit dem berg plöffen...

eines habe ich dann doch gefunden


entstanden ist es auf dem abgedecken dach im april vor zwei jahren. da haben wir das dach neu machen und solarpanele anbringen lassen.

wie ich bereits letzte woche erzählt habe, war mein dorf früher irgendwie unterteilt. in eisenbahner und in bauern. mein leben als bergbauerntochter verlief westlich der eisenbahn. bis zum schulhaus kannte ich mich einigermassen aus, was dahinter lag, war mir ähnlich fremd wie luzern. was war meine welt doch klein! in den bergen rumkraxeln hätte ich sollen, aber das mochte ich nicht. das war mir zu anstrengend und ab einem gewissen punkt leide ich noch heute unter höhenangst.
ich getraue mich das jetzt fast nicht zu erzählen, habe ich doch fast mein ganzes leben in oder in der nähe von diesem ort verbracht... aber bis vor 4 jahren, als wir unser häuschen gefunden haben, kannte ich mein heutiges strässchen kaum! da kannte ich mich in luzern schon fast besser aus. keine berührungspunkte!

das quartier liegt etwas am hang. eine ehemalige vermieterin sagte einmal: 'ach ja, ihr wohnt ja jetzt da oben, da wo ihr auf uns herunterschauen könnt'. das trifft es wohl auf den punkt! bis heute existieren diese grenzen in den köpfen...

früher haben hier 'oben' vor allem eisenbahnerfamilien gelebt, 'mehbesseri'. so gesehen, hätte ich dann einen gehörigen gesellschaftlichen aufstieg hingelegt. uahahaahaaa!
wie ihr auf dem bild sehen könnt, handelt es sich vorwiegend um etwas in die jahre gekommene einfamilienhäuschen.
friedlich ist es hier! etwas überaltert vielleicht, aber auch ein paar junge familien leben hier. die kinder spielen auf der strasse, der wald ist ganz in der nähe und doch erreicht man einkaufsmöglichkeiten, bahnhof und schulen in wenigen gehminuten. man kennt sich, grüsst sich, muss aber nicht dauernd beieinanderhocken. das gefällt mir.

unser häuschen ist eines von den wenigen mit ganz direktem 'bristenblick'. darum gibt es nun doch noch ein bild zum plöffen.


einzig die strassenlaterne! die ist immer irgendwie im weg! wir haben schon daran gedacht, sie mal bei nacht und nebel...

so! ich muss jetzt los! die arbeit ruft! hoffentlich stimmt nun alles (siehe oben!)!
und wenn ihr jetzt noch etwas zeit habt, so schaut doch mal bei emma, wer sonst noch eine geschichte zu seiner strasse zu erzählen hat. ich hole das dann heute abend nach.

 
herzlich,


mo


Kommentare:

  1. Ah Frau Mo ist ein bisschen früh dran. Oder wollst Du uns einfach gluschtig auf morgen machen? Freu mich schon :-)
    Liebä Gruess Paula 🖤

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  2. Ich neige nicht zu Neid. Aber das letzte Foto... er keimt ein wenig in mir auf!!!
    Dass Ortschaften in "Bauern" und "Andere" geteilt sind - das gibt es geade in meiner GEgend auch häufig. Auch wenn shön langsam sich die Dinge vermischen... das dauert! Die Grenzen im Kopf sind zach.

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  3. Tja, das ist dörflich, diese Schubladen, das fehlt in meinem Veedel total, obwohl wir uns auch alle kennen und teilweise schon lange zusammen wohnen. Aber von meinem Heimatdorf kenne ich das auch. Trotzdem ist so eine Straße, so eine Umgebung auch immer ein Traum im Hinterstübchen ( der aber nie wahr werden wird, ist auch gut, obwohl mir Berg & See schon sehr gefallen könnten ).
    Wenn du nur genug Fotos davon postest, bin ich schon zufrieden.
    LG
    Astrid

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  4. Deine "Tell-a-story" Beiträge lese ich sehr gerne - (die anderen Posts aber auch!) - ich freue mich auf weitere!
    LG Claudia

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  5. Ich finde du wohnst wundervoll... ok das mit der Straßenlaterne verstehe ich total... geht gar nicht.. so ein Ausblick und dann die Laterne. Aber es ist so schön, dass man die doch fast nicht merkt, oder?
    liebst Emma

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  6. Dieser Blick ist einmalig - wow - sieht toll aus. Wie sagt man immer: Wohnen, wo andere Urlaub machen ;-)
    Herzliche Grüße
    Elke (Mainzauber)

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  7. So ein wunderschöner Berg auch! Bekomme gerade Bergweh! Leider ist es ja hier in Basel mehr oder weniger flach...
    Wunderschön, eifach grandios!
    Liebe Grüsse aus dem Flachland
    Swana

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  8. Ach wie schön - das ist ja Idylle pur!
    LG, Varis

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  9. Als ich die Strasse hinunter gesehen habe dachte ich sofort, da weiss jeder vom Nachbarn den Namen.
    Und dass euer Haus jetzt bei den besseren steht macht es doch sympathisch.
    L G Pia

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  10. was für ein Ausblick!!! Genial!!!!
    GLG, Geraldine

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  11. ...bei uns sind die Berge nicht so hoch, liebe Monika,
    nicht mal annähernd, aber sonst sehe ich durchaus Parallelen...unser Ort besteht ja aus einigen Ortsteilen und die eingemeindeten sehen sich immer im Nachteil...und einheimisch werden kann man hier sowieso nicht, erst in der nächsten Generation...ich werde bis an mein Lebensende eine Zugezogene (oder Reingeschmeckte) bleiben, auch wenn ich jetzt schon 20 Jahre hier lebe...meine Kinder haben es da schon besser, denn ihr Vater ist ja einer von hier ;-)...zum Glück begegnet man solchem Denken nur selten bei den Alten...
    dein Ausblick ist so schön,

    liebe Grüße Birgitt

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  12. Ah da muss ich doch gleich nochmal ein paar liebe Worte hinterlassen! ;-) Deine Strasse gefällt mir sehr! Da würde es mir auch gefallen:-)
    Herzliche Grüsse Paula

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  13. Da kann ich so gar nicht mithalten. Unser Blick ist eher von Bäumen und Häusern verstellt. Bis ich auf einen Berg schauen kann, muss ich ein paar hundert Kilometer fahren. Bestimmt könnte ich in deiner Straße einige Zeit verbringen. Doch wird mich die Großstadt immer wieder nach Hause locken.
    Welche Unterschiede es macht, ob man oben oder unten wohnt!
    Hab einen schönen Tag,
    Andrea

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  14. so einen blick zu haben ist schon ein traum. und wenn dann noch die nachbarschaft stimmt, kann man sich dort wohl sehr, sehr wohlfühlen!
    liebe grüße
    mano

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