Sonntag, 22. Oktober 2017

oktoberwanderung urner mundartweg

mittlerweile wisst ihr es wahrscheinlich; herr mo und ich mögen beim wandern keine menschenmassen! an einem so wunderbaren herbstwochenende wie dem letzten (noch dazu wo alle welt, ausser wir, ferien hat) kommen deshalb viele wanderungen für uns nicht in frage.
die seilbahnen fallen schon mal weg... eeewig anstehen und dann oben in kolonne marschieren? nein danke!...
bergbeizen sind ebenfalls ein ausschlusskriterium...
allzu anstrengend sollte es nicht unbedingt sein...
eine rundwanderung müsste es sein, denn bei zug oder vor allem beim postauto ist die logistik etwas kompliziert. die scheinen nämlich noch nicht realisiert zu haben, dass im herbst alle welt, ausser wir
ferien hat und fahren nur noch zwei, drei mal am tag in die bergtäler. ausserden gilt für den öv in etwa dasselbe wie für seilbahnen; kolonne und so...
ach, ja, und verbloggt sollte ich die wanderung natürlich auch noch nicht haben...
was bleibt dann noch?
gut, dass frau mo eine wanderverrückte schwester hat. die macht einfach einen vorschlag und der ist genial!

wir fahren ins isenthal und wandern dort hinauf!


nein, keine angst, sooo steil wie das jetzt aussieht, ist es nicht! ausserdem könnte man mit zwei kleinen seilbahnen den auf-, bzw. abstieg etwas verkürzen. das tun wir aber heute nicht.

es ist in dem letzten jahren ja üblich geworden, dass man nicht mehr einfach nur wandert. nein, man soll sich dabei auch noch weiterbilden! aber da müssen wir jetzt durch!


mal sehen, ob wir zum thema urner mundart noch etwas lernen können.


aber zuerst wandern wir erst mal einfach los.
ohhhh! aaah!


und mit jedem höhenmeter wird es noch grandioser!

als wir uns schon fragen, was das mit dem urner mundartweg nun auf sich haben soll, stossen wir auf die ersten begriffe. (ok, vielleicht gab es vorher schon welche und das sind nur die ersten, die wir entdeckt haben)


heinzi nennt man die geräte an der stallwand


man benutzte sie früher zum trocknen des heus. heute sieht man das nur noch selten. trischtä haben wir keine entdeckt. wer nicht weiss, was das ist, kann hier eine sehen (das um die holzstange aufgeschichtete heulager)

weiter geht's


die kühe konnte ich nicht fotografieren, die wurden von den hunden weggebellt, sobald sie sich uns neugierig nähern wollten.


mit den ziegen klappte es besser. da war auch ein sicherer zaun dazwischen


durch den lichten, bunten wald steigen wir bergauf


steile-ebene. also immer zwei begriffe, die in zusammenhang zueinander stehen...


hier scheint schon fast beides zu passen...


feuchtigkeit-trockenheit


hier richten wir unseren picknickplatz ein


ja, liebe astrid, oben in den bergen liegt schon länger wieder etwas schnee


der schon fast obligate handpresso


ausruhen-träumen


da kann man doch wirklich ins träumen geraten!


leiter-wappen
diesen zusammenhang habe ich erst im nachhinein realisiert:
eine leiter führt über die felsen hoch. eine leiter ziert das isenthaler wappen


entrinden-roden




schattenseite-sonnenseite

nach den heimwesen auf furggelen (hab ich vergessen zu fotografieren) 


geht es zügig bergab


noch ein blick zurück und schon bald sind wir wieder im dorf isenthal.

die wanderdichte entsprach ganz unserem geschmack; die leute, welche wir angetroffen haben, kann man an einer hand abzählen.

auch wenn wir offensichtlich nicht alle gesehen haben; die idee mit den mundartausdrücken auf den steinen fand ich ganz witzig. neu waren sie für mich zwar nicht, schliesslich bin ich ja eine eingeborene ;-) aber einige begriffe habe ich schon eeewig nicht mehr gehört. einerseits, weil viele tätigkeiten heute nicht mehr in so mühevoller handarbeit ausgeführt werden, andererseits hat sich der urnerdialekt stetig verändert, bzw. passt sich den anderen schweizer dialekten an.
irgendwie schade und doch unvermeidlich...

dankä villmal, liäbs schweschterhärz! das ich wider einisch ä bäimigi idee gsi!
 
herzlich,


mo








Kommentare:

  1. Erst einmal vielen Dank für die Fotos, besonders mit dem Schnee! Die Enkelin, neben mir sitzend & ich, wir bekamen sofort Sehnsucht...
    Die Urner Vokabeln sind schon schwierig zu lesen mit den vielen Ä's....
    Hab einen feinen Sonntag!
    Astrid

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  2. ...auf den Kaffee habe ich schon gewartet, aber erstmal die herrliche Aussicht genossen...diese Wanderung hätte mir gut gefallen...die Mundartbegriffe habe ich nur teilweise verstanden, gut, dass du sie übersetzt hast,

    wünsche dir einen gemütlichen Sonntagabend,
    liebe Grüße Birgitt

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  3. Ich habe zu danken. Man muss nämlich noch dazu sagen, dass ich die Wanderung ohne euch gar nicht kennen würde. Und dazu gelernt habe ich auch noch was (über das Wappen von Isenthal und den Begriff "schwäntä"). Alles Liebe

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