Mittwoch, 16. August 2017

ein paar gedanken über mich und (volks)musik

astrid sammelt im august auf ihrer linkparty beiträge zum thema musik.

bilder zu diesem thema habe ich leider keine... aber ein paar gedanken habe ich mir dazu gemacht und ein paar videos gefunden.

um es gleich vorweg zu nehmen; ich bin unmusikalisch! kann keine noten lesen und habe eine stimme, die ich noch nicht mal beim reden immer im griff habe. von singen sprechen wir schon gar nicht.
und ich habe einen einfachen musikgeschmack. eine eingängige melodie muss es haben!
wer jetzt trotzdem weiterlesen will, tut dies auf eigene verantwortung!

hätte ich ein paar der gene meiner mutter, einer begnadeten jodlerin bekommen, wäre sicher alles anders gekommen, aber leider hat sich bei mir eher die seite meines vaters durchgesetzt.

wie ihr es bestimmt schon erahnt, bin ich mit ländlermusik aufgewachsen. gefallen hat mir das nie so richtig. wobei ich eigentlich nichts gegen volksmusik habe, im gegenteil! dazu später mehr...
aber das konservative, das traditionelle um der traditionen willen, das volksdümmliche... nein danke!  dafür war ich wohl schon immer zu eigenwillig.

gitarre hätte ich als kind gerne gelernt. aber dafür hatten wir kein geld. meine schwester 'durfte' zither lernen. das hätte ich auch gedurft. die stunden bei der dorfhebamme kosteten glaubs nicht viel. ich wollte aber lieber gitarre...


meine schwester hat es dann auch nicht bis zum dritten mann gebracht.

mein vater nannte alles tschääss, was nicht volkstümlich oder klassisch war. zur klassischen musik fand ich nie einen zugang, aber zum 'tschääss'.
alles habe ich mir reingezogen, querbeet! die hitparade rauf und runter gehört. abba, smokie, bonnie tyler, suzi quatro, pink floyd, supertramp, queen...


heute kugle ich mich manchmal fast vor lachen, wenn ich einen der alten hits höre.
aber einige der damaligen stars gehören für mich auch heute noch zu den grössten. die rolling stones, mark knopfler und seine dire straits zum beispiel, oder der grossartige phil collins. schade, dass der nicht mehr... was seh ich da; der geht ja doch wieder auf tour! kreisch!!! und ich wusste bis heute nichts davon...



in meiner jugend gab es ja auch ein paar der kultigsten tanzfilme; flashdance, grease, dirty dancing, saturday nigth fever... das waren zeiten! die müsste ich mir doch wirklich wieder mal anschauen!



die musik kam ja in meiner kindheit und jugend aus dem radio, von der schallplatte oder aus dem kasettenrecorder. vom walkmann über die cd's zum mp3-player habe ich alles miterlebt. und heute kann ich meine lieblingsmusik sogar streamen. eigentlich unglaublich!
aber es geht trotzdem nichts über ein live-konzert. ein sommer ohne ein, zwei oder mehr konzerte ist für mich nur ein halber sommer. für den winter gilt natürlich dasselbe.
es gibt in der schweiz ja einige kleine, feine festivals jenseits des mainstreams.

wie gesagt, ich verstehe nichts von musik. entweder sie berührt mein herz (und gerne auch meine beine) oder eben nicht. ich will die spielfreude der musikerInnen spüren, ihre liebe zur musik,  offenheit für neues jenseits von grenzen.

was mich nun wieder zur volksmusik zurück bringt.

hubert von goisern und in der schweiz max lässer mit dem überlandorchester, waren die ersten, die mir bewusst machten, dass es eine volksmusik jenseits der mit ernstem blick heruntergespulten huddigäggeler, der steifen trachtentänze und der normierten jodelgesänge gibt.


sondern eine musik, die zu ihren wurzeln steht und doch offen ist für neue und fremde einflüsse. eine musik, die sich auf das verbindende konzentriert. ohne grenzen, ohne ausgrenzung. oder anders gesagt; volksmusik meets tschääss. so mag ich das!

nächstes wochenende werde ich wieder voll auf meine kosten kommen. da findet bereits zum zehnten mal im urner hauptort ein ganz besonderes festival statt: alpentöne (hier habe ich vor zwei jahren bereits berichtet).


drei tage voll mit musik, moderner volksmusik, offener volksmusik, grenzenloser volksmusik.

eröffnet wird es von der grossartig schrägen erika stucky


hach! wie freue ich mich! auf sie und auf viele andere!

danke, liebe astrid für dieses thema! erst dachte ich, dass ich zum thema musik keinen beitrag leisten kann... und nun finde ich fast kein ende mehr...


 und wenn wir grad bei stefan eicher sind;


sein film 'unerhört jenisch' hat mich tief berührt.

 
herzlich,

mo





Kommentare:

  1. Herrlich, liebe Frau Mo, da merke ich doch, was ich alles vergessen habe, und was wir gemeinsam haben: Saturday Night Fever z.B. und Erika Stucky, die Musik der Jenischen und den Von Goisern - und das Nicht-Noten-Lesen - Können!
    Schön, dass du mitgemacht hast! Die Videos schaue ich mir morgen zu Hause an, denn hier in der Reha steht heute ja mein Abgang an....
    Liebe Grüße in die Schweiz!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. Hahaha! Ich habs richtig im Ohr wie dein Vater tschääss sagt. Mit entsprechendem Nase rümpfen, Kopf schütteln und dem verweundert bis abfälligen Ton in der Stimme.

    Musik ist für mich eine Kunstform. Und gut ist das was gefällt. Punkt. Es gibt so viele leute die fachlich gut sind: Opernsänger, Jazzmusiker, Popstimmen, begnadete Jodlerinnen... aber ob der schauer der den Rücke runterläuft als angenehm oder schrecklich empfunden wird entscheidet sich in uns. Und jede von uns ist da anders. Und dafür muss man sich nicht entschuldigen.

    AntwortenLöschen
  3. ...ach das klingt toll, liebe Monika,
    da kann ich ganz mitgehen...nur dass ich gerne auch singe und das auch bisschen nach Noten kann...aber es gibt keine Lieblingsmusikrichtung, weshalb ich auch schon ewig an meinem Post für Astrid sitze und irgendwie nicht fertig werde...dauernd fällt mir was anderes ein, jetzt beim Lesen deines Postes auch...letztens bei der KaMuNa (KarlsruherMuseumsNacht) war ich bein SennJazz -eine Gruppe mit Alphörnern, so genial...das macht wirklich Lust, mehr zu erkunden,

    liebe Grüße Birgitt

    AntwortenLöschen
  4. Oh wie interessant! Erika Stucky, hurra jemand kennt Erika Stucky denke ich beim Lesen und freu mich riesig, ich kann Deine Zugewandtheit zu grenzenloser Volksmusik so gut nachvollziehen. Hat viel Spaß gemacht zu lesen! Viele Grüße, Eva

    AntwortenLöschen

Danke fürs Vorbeischauen auf meinem Blog! Ich freue mich sehr über deinen Kommentar!

Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten gemäss Datenschutzerklärung und Impressum einverstanden.
Du kannst deinen Kommentar jederzeit selber löschen oder durch mich entfernen lassen.