Montag, 15. Oktober 2018

im moor

vermutlich habe ich euch diese kleine wanderung auch schon gezeigt. aber erstens ist es dort immer wieder schön und zweitens weiss ich jetzt grad nicht, wann das gewesen wäre.

gestern tobte im urner reusstal wieder einmal der föhn. vor dem hatten wir jetzt lange zeit ruhe, aber seit letzter woche ist er wieder ziemlich im schuss.
jedenfalls haben wir unseren geplanten ausflug in die urner berge verschoben und sind statt dessen in richtung voralpen gefahren.

in der nähe von herr mo's alter heimat einsiedeln liegt etwas versteckt hinter einem hügel das hochmoor schwantenau.


auf den ersten blick vielleicht noch nicht so spektakulär


aber schon nach ein paar minuten stehen wir mitten in der kaum berührten natur.


wobei; kaum berührt stimmt natürlich nicht ganz. früher wurde hier nämlich torf gestochen und in solchen turpähüttli gelagert.
hihi, jetzt habe ich gerade turpähüttli geguugelt und was finde ich? schaut mal!

 
wie gesagt, die schwantenau ist zu jeder jahrezeit einen besuch wert aber jetzt im herbst finde ich es hier am allerschönsten.


madam layana heftet sich buchstäblich an die fersen vom herrchen während der mössiö emil vorne den zughund gibt.


kreuz und quer führen die wege durch das naturschutzgebiet


normalerweise ist der boden stellenweise nass, aber es hat in den letzten monaten nur sehr wenig niederschläge gegeben und so bleiben unsere füsse auch in den nicht wasserdichten hikingschuhen trocken.

ob das hüttli noch steht, in dem herr mo vor vielen jahren mit seinem sohn weihnachten gefeiert hat?


da ist es ja!


mit jedem jahr etwas schiefer und verwitterter, aber es ist noch da!

das wäre dann schon eher ein wochenendhüttli für mich.


die meisten türpähüttli waren gestern verschlossen. nur bei einem sahen wir eine famile, die dort den goldenen herbsttag genoss.


in ermangelung eines eigenen turpenhüttchens suchten wir uns dann eine schönes plätzchen am wegrand für unser picknick.


die käserinde gehört natürlich den vierbeinern.


am handpresso haben sie dagegen absolut kein interesse.


langsam machten wir uns dann auf den rückweg


noch die schöne triste bestaunt,


uns an den prächtig behornten kühen gefreut und sind dann wieder richtung föhnsturm gefahren.

herr mo und ich haben gestern übrigens nicht nur den herbst sondern auch unseren 13. hochzeitstag gefeiert. deshalb gehen diese bilder zu andrea, der zitronenfalterin und ihrem monatsmotto 'den herbst feiern'.

falls sich jemand über das breite fotoformat wundert; die fotos habe ich alle mit dem handy geknipst und weil mir das format bei den landschaftsbildern so gefallen hat, habe ich es so belassen.


herzlich,

mo

Freitag, 12. Oktober 2018

12 am 12. oktober 2018

schon wieder ist der 12.. der tag an dem es 12 bilder von meinem tag gibt.

eigentlich hätte heute ein schönes morgenrot geleuchtet
aber als ich aufgestanden bin, war das längst vorbei

das kennt ihr ja bereits zur genüge.

 der dörrapparat hat hochsaison

zeit für die hunderunde

und dann wieder mal den kühlschrank auffüllen

freitag ist meistens auch putztag

und weil die sonne so schön scheint nutzen wir sie doch gleich zum wäschewaschen und -trocknen

mise en place für heute abend. wir wollen mit den lieblingsnachbarn den vor 4 wochen angesetzten apfellikör degustieren. und da brauchen wir was zum habbern dazu.

noch kurz eine runde im garten drehen. es gibt immer noch einiges zu ernten.

die sonne verschwindet bereits wieder um 17 uhr hinter den bergen

zum nähen bin ich heute nicht gekommen. ok, ehrlich gesagt; ich hatte keine lust. das ist nämlich gerade ein riesenfrust!
dabei wollte ich doch nur der lieblingsnachbarin eine freude machen und ihr wie versprochen die vor monaten gekauften fertigvorhänge endlich kürzen. eigentlich nähe ich ja nicht gerne für andere. und eigentlich nähe ich nicht gerne vorhänge. aber für die lieblingsnachbarin habe ich für einmal eine ausnahme gemacht.
und prompt ging das in die hose! keine ahnung, wie das passieren konnte, aber die dinger waren zu kurz, ziemlich zu kurz! so ziemlich zu kurz, dass ich sie nun wieder ansetzen muss. heulfluchseufz! nienienie wieder kürze ich jemandem die vorhänge!!!
aber immerhin habe ich heute den guten willen gezeigt und den saum vom ersten vorhang ein wenig umgebügelt und gesteckt.

zum glück war dann aber auch schon bald zeit für die apfellikördegustation
wie ihr sehen könnt, kam das süsse schnäpschen ganz gut an. und auch vom lachscake blieb nicht mehr viel übrig.

und nun habe ich noch zeit, mir bei frau kännchen ein paar der anderen 12/12er-bilder anzuschauen.

 
herzlich,

mo

Samstag, 6. Oktober 2018

herbstwandern

das war schön! und es hat so gut getan!

vor einer woche haben wir eine wanderung an einen unglaublich schönen, unberührten ort im tessin unternommen. ein mann mit hund ist uns begegnet und am see waren vier fischer. sonst haben wir keine menschenseele angetroffen.
nun weiss ich gar nicht, wieviel ich hier preisgeben soll, damit es dort möglichst einsam bleibt.

andererseits ist die wanderung auf verschiedenen internetseiten und wanderführern bereits beschrieben. da muss ich glaubs kein geheimnis draus machen. und wegen meinen paar leserInnen wird jetzt bestimmt nicht der grosse run dorthin ausbrechen. ausserdem ist es vielleicht gar nicht immer so einsam dort und wir hatten einfach ganz viel glück?

die anreise ist jedenfalls nur was für sehr geübte enge-bergstrassen-fahrerInnen. ich für meinen teil würde glaubs sterben, müsste ich selber da rauffahren! einmal mehr bin ich glücklich, dass ich den herrn mo habe! ein bus würde bis nach osco, dem startort der wanderung fahren, aber ich glaube, für einen tagesausflug aus der nordschweiz ist das mit dem öv nicht realistisch.

wir starten im kleinen weiler somprei, hoch über der leventina. ein angenehmer wanderweg



führt uns zügig auf die hochebene


der unglaublich schönen moorlandschaft um die alpe di chièra.


die alpe ist bereits verlassen, das vieh wohl wieder im tal unten.


hier würde es mir gefallen! hier könnte ich bleiben! einen ganzen sommer lang oder länger. herr mo, die hunde, genügend proviant, ein paar bücher, was zum stricken. da würde sonst wohl nicht viel vermissen. ok, über besuch von lieben menschen würde ich mich dann wohl schon freuen.
träumen darf frau ja! und wer weiss; vielleicht irgendwann...?

heute wollen wir noch zu den laghi chièra. also steigen wir weiter auf


und weiter


frau mo keucht schon gehörig, als wir das erste seelein passieren


na ja... gibt schöneres... war wohl etwas arg trocken im sommer...

ein paar schritte weiter dann der zweite, grössere see. schon besser! allerdings auch sehr windig.


wir finden trotzdem ein nettes plätzchen für unser picknick


die madam layana macht das übrigens sehr gut. sie ist jeweils ganz aus dem häuschen, wenn sie merkt, dass wir irgendwo hinfahren und sie mit darf. ab und zu kommt sie an ihre grenzen. dann tragen wir sie über die unwegsamsten stellen. und während unseren pausen legt sie sich auch manchmal zum schlafen hin. das hat sie früher, als sie noch gesehen hat, nicht getan. aber sie wirkt immer zufrieden und aufgeweckt.

schon bald wird es uns hier oben aber zu kalt und wir steigen vorerst wieder denselben weg hinunter.


an einem windgeschützten pläzchen genehmigen wir uns einen espresso und ein, zwei köstliche amaretti vom schwesterherz.


ach so, das hab ich noch gar nicht erwähnt: meine schwester ist auch mit dabei. die ist fit! die keucht nicht, wenn es mal etwas steiler hoch geht. ich habe ein wenig ein schlechtes gewissen, dass sie meinetwegen immer so in der landschaft rumschleichen muss... aber sie ist ja auch schon gross und kann selber entscheiden, ob sie ja oder nein sagt.


kurz vor der alpe chièra nehmen wir den weg durch das herbstlich bunte moor


hinunter über padsass zurück nach somprei.


nun hoffen wir, dass das wetter mitspielt und wir in diesem herbst noch einmal eine oder zwei oder... schöne, einsame wanderungen unternehmen können.


herzlich,

mo



Dienstag, 2. Oktober 2018

ritom

die eine und andere wird sich vielleicht gewundert haben, dass ich von korsika nicht sooo begeistert war. es war schon sehr schön, aber so richtig angekommen bin ich dort nicht.
ich weiss, ich habe da etwas eigenwillige vorstellungen, hohe ansprüche an naturbelassenheit, einsamkeit und weite, die in der heutigen zeit nur noch schwer zu befriedigen sind. dachte ich...

vor über 20 jahren haben herr mo und ich auf einer unserer ersten gemeinsamen wanderung ein hüttchen entdeckt und bei ihm etwas schutz vor dem nieselregen und der kälte gesucht. und seither reden wir davon, dass wir 'unser hüttli' wieder einmal besuchen wollen.
am vorletzten sonntag war es dann endlich soweit.

wir sind über den gotthardpass


ins tessin gefahren


das ist einfach viel schöner, als durch den tunnel.

bei ambri sind wir mit der steilen standseilbahn nach ritom hochgefahren. wir hatten auf eine längere wartezeit gefasst gemacht, aber wir konnten gleich mit der nächsten fahrplanmässigen bahn rauf.


hier oben könnte man viele verschiedene wanderungen für fast jede kondition unternehmen; eine runde um den stausee, weiter zu verschiedenen berghütten, auf berggipfel oder zum lukmanierpass.

wir haben den hässlichen stausee links liegen gelassen und uns für einen schmalen nebenweg entschieden.


bereits nach wenigen schritten fanden wir uns in einer traumhaft schönen herbstlichen moorlandschaft wieder


auch den hunden schien die kleine wanderung zu gefallen,


nicht zu heiss und für layana gut bewältigbar.


und schon bald entdeckten wir 'unser' hüttli. fast unverändert wie vor 20 jahren.


ein gutes plätzchen für das picknick


und den obligaten handpresso


noch ein bisschen rund um das hüttli streifen


bevor es wieder den selben weg zurück ging


und wir uns mit der nächsten seilbahn


wieder ins leventina-tal herunterfahren liessen.

gut, die bahn war bei der berg- wie bei der talfahrt proppevoll.
aber nach der staumauer ist uns unterwegs nur eine familie begegnet und während unserem picknick sind nochmals zwei personen vorbei gelaufen. sonst; einsamkeit, beinahe unberührte natur und weite!
hach, herr mo, das war so schön! nächstes wochenende könnten wir doch gleich wieder hier in der nähe eine wanderung unternehmen. ich wüsste da schon was...


herzlich,

mo