Donnerstag, 13. Dezember 2018

Kurz.ge.schich.ten N° 1 #warten

Hallo zusammen!

Darf ich mich vorstellen?
Ich bin Layana, die kleine Terrierhündin von Herr und Frau Mo. Klein bin ich aber nur an Zentimetern, in mir drin bin ich ein richtig grosser Hund! Ich nehme es mit jedem auf!
Einmal wollte ich sogar ein Auto stellen. Vorbeifahrende Autos stressen meinen Hundekumpel Emil nämlich ungemein. Und da dachte ich mir, dass ich das anhalten und verbellen muss. Das hat leider nicht geklappt, das Auto ist einfach weitergefahren und als ich wieder klar denken konnte, war ich blind.
Ihr müsst jetzt aber kein Mitleid mit mir haben, ich komme auch ohne Augenlicht gut klar und meine Menschen lieben mich genau gleich wie vorher. Vielleicht sogar noch etwas mehr. Sie können mir nun noch weniger einen Wunsch abschlagen als vor dem Unfall.

Warum ich hier schreibe? Frauchen sagt, auf dem tollen Blog der lieben Paula gibt es jetzt ein neues Projekt. Paula gibt auf ihrem Blog ab jetzt jeden Montag ein Stichwort und sammelt eine Woche lang Kurz.ge.schich.ten oder Gedichte dazu ein.
Frauchen findet das super. Sie schreibt ja gern. Aber sie sagt, sie kann das nicht. Nicht 'richtig' jedenfalls. Gedichte habe sie noch nie geschrieben, für Kurzgeschichten falle ihr jetzt auch nicht grad was ein und weil das Projekt ja schon gestartet ist, habe sie auch keinen Nerv keine Zeit mehr, sich mit Büchern oder Kursen entsprechend zu schulen.
Da hat Frauchen mich gefragt, ob ich ihr helfen kann. Sie meint, vielleicht könnte ich ab und zu im Blog aus Hundesicht mit etwas Distanz und einer anderen Perspektive Geschichten erzählen.
Ich helfe immer gern! Distanz mag ich zwar nicht. Ich mag es lieber so nah wie es nur geht. Und Perspektiven? Da habe ich jetzt echt keinen Schimmer, was das sein soll... Aber was ein Blog ist, das weiss ich glaubs! Das muss dieser viereckige Kasten sein, an dem Frauchen immer rumdrückt. Da Geschichten hineinzuschreiben macht bestimmt Spass!


Oh je! Jetzt hat mir Frauchen grad verraten, dass das erste Stichwort gar keinen Spass macht.
'Warten!'
Das sagen die Menschen manchmal zu mir. Dann soll ich brav da bleiben wo ich bin. Sollte ich, aber ich kann doch so schlecht still sitzen! Meistens kriege ich schon bald ein Guzeli und dann betrachte ich das 'Warten' als beendet.
Am Abend, wenn ich spüre, dass Herrchen jetzt bald kommt, 'warte' ich glaubs auch. Da lege ich mich vor der Tür auf den Teppich und freue mich dann ungemein, wenn das 'Warten' vorbei und Herrchen da ist.
'Warten' ist so ein Menschenwort. Die reden ja dauernd davon. Sobald die Menschen denken können, 'warten' sie! Sie 'warten' auf das Mittagessen, auf den Feierabend, auf den ersten Kuss, die ganz grosse Liebe, die Ferien, auf das erste Kind...
Das nimmt kein Ende bei denen! Zur Zeit 'warten' sie auf Weihnachten, dann auf das neue Jahr.
Ich habe mal gehört, dass viele Menschen denken, nach dem 'Warten' sei alles anders, meistens besser, als während dem 'Warten'. Aber das ist es gar nicht! Das 'Warten' geht einfach weiter.
Nach dem Mittagessen 'warten' sie auf den Feierabend, nach dem ersten Kuss auf den ersten Sex und/oder auf die grosse Liebe, dann auf die ersten Ferien mit der neuen Liebe, das erste Kind, darauf, dass das Kind erwachsen wird, auf die wirklich grosse Liebe, auf die Enkelkinder... Die sind schon echt komisch diese Menschen!
Wisst ihr was? Mich kümmert das alles nicht! Jetzt ist nämlich jetzt!
Wenn ich Hunger habe, dann klappere ich mit dem Napf, da 'warte' ich doch nicht vorher stundenlang auf mein Essen. Wenn ich küssen will, schnappe ich mir Herrchen oder Frauchen und schlabbere sie einfach ab. In die Ferien gehe ich gerne mit. Das muss ich aber nicht schon Monate vorher wissen. Die grosse Liebe? Was soll denn sowas? Die ganze Welt ist dazu da, mich zu lieben! Jetzt und immer!
Nein, Leute, ich 'warte' nicht! Ich lebe! Und wenn ihr wollt, könnt ihr das auch. Es ist ganz einfach; dazu müsst ihr nur versuchen, eure Augen und Herzen ein wenig offen zu halten für das Leben.


Herzlich,

Layana

Frauchen verlinkt diesen Beitrag bei der Paula und sie hofft, dass sie dort noch viele weitere kurze Geschichten lesen darf.

 https://paulashaus.blogspot.com/search/label/Kurzgeschichte

Mittwoch, 12. Dezember 2018

12 am 12. dezember 18

so wirklich vielversprechend hat der heutige tag nicht begonnen.
als mir eingefallen ist, dass der 12. ist und ich 12 bilder knipsen will,


der  kaffee bereits ausgetrunken
und die hütte in rauch gehüllt.


ich habe beim anfeuern nämlich vergessen, die rauchabzugklappen zu öffnen. mist, jetzt darf ich dann alles putzen!

aber zuerst eine runde im internetz drehen und die mails checken


mit den 5 franken 85 habe ich nicht ganz den einsatz zurückgewonnen.  wie heisst es so schön; die hoffnung stirbt zuletzt!

der pöstler ist heute früher da als üblich


da muss ich doch schnell reingwundern!

den kalender mit den tollen makrofotografien habe ich erwartet,


die wunderschöne weihnachtskarte war aber eine riesenüberraschung. danke, liebe birgitt! dein engel der langsamkeit hat herr mo und mich sehr berührt und gefreut!

jetz aber mit den hunden raus!


eisig kalt ist es heute!

seht ihr den vogelschwarm?



ob es wohl nachzügler auf dem weg in den süden sind, oder einfach eine truppe bergdohlen?

ein wenig arbeiten war ich heute auch, aber davon gibt es kein bild.

über mittag noch kurz in den garten, solange die sonne noch scheint


um 13.15 verschwindet sie bereits wieder hinter den bergen. zum glück ist schon bald der kürzeste tag und dann geht es mit der sonne auch wieder aufwärts.

die weihnachtsgeschenke für meine klientInnen fertig verpackt


guezli backe ich auch dieses jahr keine. statt dessen habe ich ein paar orangen kandiert


nein, frau mo! die wirst du nicht alle selber essen!


wie gesagt, zum glück ist bald der kürzeste tag. heute dunkelt es bereits um 17 uhr merklich ein

auf der letzten hunderunde für heute sind die wege aber gut beleuchtet...


das wird wohl noch eine ganze weile so bleiben...

jetzt gehe ich noch ein wenig ins nähkämmerchen. aber das ist noch top secret!

wie üblich gehen die heutigen bilder wieder zu frau kännchen, wo sich alle 12/12er knipserInnen treffen.


herzlich,

mo





Samstag, 8. Dezember 2018

frau mo live

ok, ich tue euch dann mal den gefallen und zeige mich. und das schürzen-sack-kleid an mir.
ich hab's zwar schon auf insta getan. aber herr mo meinte, wo er mich schon mal dazu bringen konnte, vor ihm zu posieren, so solle ich das auch auf dem blog zeigen. es seien doch ein paar gute bilder dabei.
das finde ich zwar nicht. fotos von mir sind nie selten gut. da sehe ich immer so... ach, ich weiss auch nicht... eigenartig... aus.
da müsste ich wohl mal ein wenig dran arbeiten... ein jahresprojekt für nächstes jahr? frau mo posiert im blog? sie schminkt sich dezent, drapiert ihre locken und rückt die überflüssigen pfunde ins rechte licht...?
da müsste der herr mo aber auch noch ein wenig dran arbeiten. nein, nicht am posieren. aso jedenfalls nicht am selber-posieren sondern am fotografieren und mich beim posieren anleiten. kurz gesagt; mich ins rechte licht rücken!
als erstes müsste er dann lernen, fotos zu machen, bei denen man nicht kopf oder füsse abschneiden muss um sie in ein blog-gerechtes format zu bekommen.
wobei es gerade bei den schürzen-sack-kleid-fotos gar nich mal so schlecht ist, wenn man die füsse wegschneidet. die schuhe passen nämlich so gar nicht zum outfit!
das würde mich dann wieder zum eventuellen jahresprojekt 2019 von frau mo führen; was nützt alles sich zurecht machen wenn die schuhe nicht stimmen? ich fürchte, das könnte teuer werden...

wo war ich eigentlich? ah, ja, ich wollte mich outen!
dann also fertig geschwaffelt und allen mut zusammen genommen:


sorry, aber ihr wisst ja, wir haben zwei hunde und da hat es immer überall haare!


herzlich,

mo

Mittwoch, 5. Dezember 2018

das schürzen-sack-kleid

als ich dieses kleid im letzten sommer das erste mal sah, habe ich mich etwas gewundert. wer näht sich denn sowas? das ist ja eine schürze! ein ziemlicher sack!

dann habe ich kürzlich auf insta ein cooles kleid gesehen. an dieser stelle muss ich jetzt glaubs mal was gestehen: ich liebe latzhosen! und natürlich auch latzkleider! schade, dass die so lange unmodern waren. aber ich hoffe doch sehr auf ein echtes revival! aso, ich meine, wenn stufenröcke wiederkommen und jeans, die bis unter den busen hoch reichen oder all das andere gruslige zeugs, das wir in den 80igern getragen haben, warum dann nicht auch latzhosen und -kleider? eben!

und da sah ich jetzt auf insta eben dieses kleid. hat doch was von einem latzkleid, oder? ach sooo: das ist ja diese schürze! mit einem uni stoff oder aus cord sieht das ja ganz toll passabel aus!
find' ich gut!
herr mo fand es auch gut.
aber sonst?
die söhne und schwiegertöchter meinten, undiplomatisch wie sie sind, es sehe wie eine schürze aus, oder wie ein badekleid (hä?)...
die schwester druckste ein wenig rum. von wegen es sei jetzt nicht sooo ihr fall und schwaffelte was von einem praktischen sack. sie liess es dann offen, ob sie damit die schönen runden taschen meinte oder das ganze kleid...

ok, dann hald nicht!
oder doch?
aso, es muss ja schliesslich mir gefallen, nicht den anderen! und überhaupt; ich schau jetzt mal, was meine stoffvorräte so hergeben!
na sowas!


das muss dann wohl schicksal sein!

ist zwar nicht cord, aber jeans ist auch super. und erst noch vielseitiger. so kann ich das kleid auch im sommer mit einem t-shirt tragen.

das nähen hat spass gemacht. sogar sie gefühlten 100 meter schrägband anzunähen war kein problem.

ich habe den schnitt hinten und vorne in der mitte geteilt und die nähte in grau abgesteppt.


unter das kleid gehört natürlich ein rollkragenpulli.
das erste schnittmuster, das ich ausgedruckt hatte, dünkte mich, nachdem ich es auf ein gut sitzendes shirt gelegt hatte, doch eher zu weit geschnitten. unter dieses sackige lockere kleid gehört meiner meinung nach etwas anliegendes. also habe ich mich für ein schmaleres stehkragen-shirt entschieden. das war vielleicht ruckzuck genäht!
und es passt!


(ja, ich weiss, ich sollte vielleicht mal auf tragefotos umsteigen...)

mir gefällt das jeans-schürzen-sack-kleid prima! was die anderen denken? eigentlich egal!
aber das von wegen badekleid wurde bereits zurückgenommen (aso, wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, so abwegig finde ich den gedanken mittlerweile gar nicht mehr).

wenn ich jetzt nicht schon mehr als genug kleider hätte, würde ich mir doch glatt nochmal eines nähen. aus cord vielleicht...

 
herzlich,

mo


(dieser post enthält spuren von unbezahlter und unbeauftragter werbung. alle stoffe und schnittmuster wurden vorn mir gekauft und bezahlt)






Freitag, 30. November 2018

12tel blick november 18

wer hätte das gedacht? der november versöhnt mich wieder ein wenig mit meinem 12tel blick dieses jahres.


obschon der föhn die blätter längst fortgetragen hat und in den bergen schnee liegt, fühlt es sich hier am 28.11. im reussdelta noch richtig herbstlich an. es ist morgen, die sonne noch nicht lange aufgegangen, der himmel leuchtend blau, der see glatt und das schilf gelb. so mag ich das!

dass die erle nicht gesund ist, macht nun keinen unterschied mehr. ich denke, der natur ist es egal, ob das bäumchen aus menschensicht gut aussieht oder nicht. es wird so oder so seinen sinn haben, seinen zweck erfüllen. eigentlich ein schöner gedanke...

bei eva versammeln sich auch diesen monat wieder alle 12tel-blicke. schaut doch mal dort vorbei!


herzlich,

mo


Mittwoch, 28. November 2018

sekundenglück

die möglichkeit des glücks liegt in der tat in der aufgabe der idee, man müsse das glück erreichen. man kommt dann möglicherweise zu der einsicht, dass die suche allein am nichtfinden schuld war . . .
(paul watzlawick)

ich habe es gefunden, das glück. nicht weil ich es gesucht habe, sonder weil ich versucht habe, es zu sehen, wenn es da war.
und ein paar mal habe ich es für die zitronenfalterin in einem bild festhalten können. andrea sucht nämlich diesen monat das sekundenglück.

mögt ihr ein paar meiner november-glücksmomente sehen? (aber achtung, wer mir auf insta folgt, hat das eine und andere bild bereits gesehen.)

definitiv die meisten habe ich auf den hunderunden gesammelt.


zum beispiel neulich am späteren nachmittag im reussdelta

oder am sonntag


als leichter nebel um die berge strich

und heute morgen


das blatt mit rauhreif,

der sonnenaufgang


mit möwen
 
die ersten sonnenstrahlen über dem reussdelta


während der mond noch am himmel stand


in den bergen hat es gestern geschneit.
was für ein glück, in so einer schönen gegend leben zu dürfen!

glück ist auch, mit den hunden zu spielen


oder ihnen beim schlafen zuzuschauen


die beiden haben übrigens seit kurzem ihren eigenen insta-account.

wieder etwas zeit und muse zum nähen zu haben, sorgt ebenfalls für glücksgefühle.


besonders dann, wenn es so reibungslos läuft, wie beim jeanskleidchen. aber dazu ein anderes mal mehr.

ja, und dann ist da noch griselda!


meine lievito madre sorgt mittlerweile für so leckeres brot, dass ich gar keines mehr fertig kaufen mag.

und schaut mal,


heute hat sie mich meinem angestrebten titel als backing-queen schon sehr nahe gebracht.
das war vielleicht ein glücksmoment, als ich die panettone aus dem ofen geholt habe. und der duft erst! dazu dann bestimmt auch bald mehr.

es gäbe natürlich noch viel mehr erlebtes sekundenglück, aber für heute soll das jetzt mal reichen.
herr mo und ich haben nämlich ferien und wir wollen noch nach luzern. mal sehen, wo sich da überall ein glück finden lässt.

wie gesagt, andrea sammelt im november das sekundenglück. schaut doch mal bei ihr vorbei!
 
herzlich,

mo






Mittwoch, 21. November 2018

pop-up

(enthält unbeauftragte, unbezahlte werbung wegen begeisterung)

geht es euch manchmal auch so:
die vorratsschränke am überquellen gut gefüllt und ideen, dass man gar nicht weiss, wo beginnen?
und dann öffnet da so ein fieser neuer shop! mit neuen vorräten und neuen ideen!

so hat es mich nähtechnisch wieder mal von hinten überfallen. ich wollte ja widerstehen, ehrlich! dann war das suchtzeugs ruckzuck ausverkauft. tja, und als dann der nachschub wieder in besagtem shop war, gab es kein halten mehr!

wovon ich rede?
davon:


vielleicht sieht man das jetzt nicht sooo deutlich, aber das objekt der begeisterung ist das oben links. das ist nämlich eine feder, welche ein stoffkörbchen (oder trifft es stoff-tonne besser?), aufpopen soll.
praktischerweise gibt es in besagtem neuen fiesen stoffshop auch noch die passende anleitung mit deutscher übersetzung dazu.

mit einigem bammel habe ich mich an die bastelei gesetzt. taschen und ich, das ist ein etwas schwieriges thema. davor habe ich nämlich einen riesen respekt. mein vorstellungsvermögen endet üblicherweise beim einsetzen von ärmeln in kleidungsstücke. taschen sind da ganz was anderes! da gilt es x-mal innen und aussen zu unterscheiden und zu überlegen, wie denn nun alles zusammengesetzt werden könnte.
aber wenn ich dann mal begonnen habe und die anleitung was taugt, klappt es meistens sogar bei mir.

die anleitung taugt!


ohne ein einziges problem und innert kürzester zeit!

ich liebe meine erste stofftonne!
und obwohl ich sie weder brauche noch eine ahnung habe, wofür ich sie einsetzen könnte, möchte ich am liebsten noch mindestens 10 weitere nähen.

zum glück kann man die tonnen auch zusammenfalten,


bis man weiss, was ihre bestimmung ist.

den aussenstoff hatte ich noch im vorratschrank liegen. er hat genau noch für diese eine tonne gereicht. innen habe ich ein ausgedienstes, beschichtetes leinentischtuch recycelt. davon gäbe es noch mindestens die besagten 10 weiteren stoff-tonnen...


herzlich,

mo