Dienstag, 25. Juli 2017

ein paar bilder über mich und die sommerferien

eigentlich hatte ich ja gehofft, dass die liebe astrid ka im juli das thema sommer für ihre blogparty wählt. hach! was hätte ich geschwärmt, eine ode auf die schönste aller jahreszeiten gesungen, viele tolle bilder gezeigt, die ihn in all seinen wunderbaren facetten zeigen... sonne, berge, seen, blütenpracht, schmetterlinge, glace geniessen und einen prosecco...

aber nein, astrid möchte lieber etwas über meine sommerferien lesen... wo ich doch gar keine sommerferien mache! noch nie gemacht habe!

ok, die durchsicht meiner fotoalben beweist da zwar etwas anderes...
zum beispiel 2004 in norwegen...


du liebe güte! ist das wirklich schon so lange her?

aber beginnen wir von vorn; das reisen wurde mir definitiv nicht in die wiege gelegt, ferien waren seinerzeit für eine relativ kinderreiche bergbauernfamilie ein fremdwort und SOMMERferien sowieso. da war es weissgott anderes wichtiger. heuen zum beispiel.
immerhin könnte die zweitägige wanderung zum allerschönsten seelein der welt mit viel gutem willen vielleicht als miniferien durchgehen.


und, jetzt, wo ich so darüber nachdenke, fällt mir auch ein, dass wir im sommer immer mal wieder ein paar tage bei den grosserltern im erstfeldertal verbrachten.

auch später ergab es sich nicht, dass ich auf reisen ging. ich hatte wohl nicht den mut, mich all dem neuen, unbekannten zu stellen, vor dem mir als kind eher angst gemacht wurde....

ich wurde jung mutter, geld war nicht im überfluss vorhanden und so verbrachte ich mit den kindern die ferien meistens in der schweiz. meine söhne liebten es zum beispiel wenn wir die kleine alp meiner eltern besuchten.


sie haben darum gewetteifert, wer am schnellsten oben ist und fanden das älplerleben hochspannend


später verreiste ich mit ihnen ein manchmal ins tessin, ins maggiatal. aber das war eher in den frühlings- oder herbstferien und meistens nur für ein paar tage. wenn ich mich richtig erinnere...

und noch etwas später, als herr mo auch schon ein paar jahre zur familie gehörte, ging dieser drei sommer z'alp. einen auf einer kuhalp mit moderner käserei im maderanertal und zwei auf der alp meiner eltern mit holzfeuer und kupferkessi.


klar, dass ich meine freien tage bei ihm verbrachte und ein wenig bei der käsepflege mithalf oder beim wildheuen. ein kleines abenteuer, an das wir uns immer noch gerne erinnern. aber als sommerferien würde ich das dann doch nicht bezeichnen.

so richtig ferien machen herr mo und ich sowieso lieber im frühling, herbst oder winter.
während der schulferien, hat es uns nämlich erstens überall zu viele touristen und ist es zweitens auch zuhause nie schöner als im sommer.


äh... ok... heute ist vielleicht nicht das beste beispiel...

aber meistens ist es schön hier im sommer!

mit grossartigen wandermöglichkeiten (ja, ich weiss, die juliwanderung... hüstel...),



dem schönsten see der welt in der nähe

(pssst... soll ich euch einen geheimtipp verraten? ja? wer geburtstag hat, darf gratis den ganzen tag mitfahren! in der 1. klasse!)

und einem, trotz der kleinheit des kantons, sehr breiten kulturellen angebot.

(es gibt übrigens noch tickets!)

so bleiben herr mo und ich im sommer also meistens daheim und tun manchmal so, als hätten wir ferien. einen tag lang oder einen abend. machen einen tagesausflug, bewirten gäste, treffen liebe freunde, lassen uns einladen oder reisen, so wie gestern abend, in die nächste grössere stadt und von dort aus in die weite welt


und tanzen die halbe nacht, singen mit und klatschen, bis uns fast die hände abfallen.



kann man sich schönere sommerferien vorstellen?


herzlich,

mo


Kommentare:

  1. Herrlich Marika! Obwohl mich mit 20 ziemlich das Reisefieber packte ;-) Aber als Kind habe ich viele Sommer auf der Alp verbracht und es sind die schönsten Erinnerungen :-)
    Liebe Grüsse Paula

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  2. ...als Großstadtkind kann ich mir Ferien auf der Alp nicht so recht vorstellen...dass es für deine abenteuerlustigen Kinder schön war dagegen schon...habt ihr nicht auch noch einen Camper? oder erinnere ich da was falsch?...ansonsten geht es mir seit die Kinder nicht mehr mit gehen auch so, das wir urlauben, wenn möglichst nirgends Ferien sind...meinen Post darüber schreibe ich gerade, was dauert, weil dabei immer neue Erinnerungen kommen, ging dir anscheinend ja ähnlich,

    liebe Grüße Birgitt

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  3. Wenn ich in der Schweiz wohnen würde, bräuchte ich auch keine Sommerferien! Aber die Schweizer Berge und Seen. Da geht mir eben das Herz auf. Und auf die Alp würde ich auch gerne mal Mitschüler weiß,
    Ich bin eine furchtbare Schellenursli Romantikerin....
    Morgen verreise ich in die Sommerfrische ins Oberbergische du würdest dich kaputt lachen, wenn du sehen würdest, was hier SO heißt.
    Danke fürs Mitmachen!
    ❤️ lichst
    Astrid

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  4. So schön geschrieben, da wirds mir grad warm ums Herz!
    Obwohl ich gerne in die weite Welt reise, liebe ich unsere Alpen sehr und brauche regelmässig Bergluft. <3
    Herzliche Grüsse, Franzisca

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