Freitag, 20. Mai 2016

rabenmutter

ja, ich gebe es zu; ich bin eine rabenmutter! aber wisst ihr was; ich finde das noch nicht mal sooo schlimm.
ok, vielleicht habe ich meinen söhnen schon etwas viel an selbständigkeit und eigenverantwortung abverlangt. einerseits aus prinzip und andererseits weil es die umstände nicht zuliessen, dass ich dauernd daheim war um sie zu umsorgen und zu bespassen.
ich gebe auch zu, dass mich spielplätze, klötzchenburgen und ähnliches schon immer gelangweilt haben. ich fand nichts dabei, wenn die jungs diese tätigkeiten ohne mein dabeisein ausführten. muttertag war mir immer etwas suspekt. die basteleien zu dieser und anderen festlichkeiten haben mich zwar sehr gefreut und gerührt. die liebevolle geste und die gute absicht wusste ich durchaus zu schätzen, aber so rein vom asthetisch-dekorativen aspekt... ich bin jedenfalls nicht unglücklich, dass ich heute keine basteleien mehr aufstellen muss.
also, nicht dass ihr jetzt denkt, ich hätte meine jungs völlig vernachlässigt! ich liebe beide heiss und innig, habe ihnen natürlich auch vorgelesen (sie lesen bis heute kaum selber...), mit ihnen gekocht (da konnte ich ihnen glaubs sogar etwas mitgeben...), sie ab und zu einer wanderung oder velotour genötigt (heute machen sie das sogar freiwillig...) und war für ihre sorgen und anliegen da (meine ich jedenfalls...)
aber was mich wohl definitiv zur rabenmutter macht ist die tatsache, dass ich meistens nicht rechtzeitig ein passendes geschenk zum geburtstag habe.
früher schon! da hatten sie ja noch wünsche. oder sie wollten geld um sich einen wunsch zu erfüllen. aber heute? da können sie sich ihre wünsche ja weitgehend selber erfüllen und wenn ich dann so eine woche vor dem anstehenden jubeltag (ok, manchmal auch erst eine woche danach...) frage, was herr denn gerne zum geburtstag hätte, bekomme ich meistens keine konkrete antwort.
bei sohn eins habe ich es dieses jahr ziemlich pünktlich geschafft, ihn zu überraschen. bei sohn zwei (ja, ich komme langsam zum eigentlichen thema des heutigen posts!) hatte ich so etwa drei wochen nach dem geburtstag eine eingebung und nach etwas mehr als einem monat hatte er sein geschenk dann endlich in den händen, bzw, am körper:


sollten sie also zufällig irgendwo diesen beiden begegnen; das eine wäre dann mein sohn!


(es handelt sich um einen mister raglan aus merinojersey)


herzlich,

mo

Kommentare:

  1. Also dann bin ich Rabenenkelin, Rabentochter, Rabenfrau, Rabenschwester, Rabennichte... das wärs im Wesentlichen :-) Du siehst, es gibt Steigerungen. Cooles Shirt! Sitzt total gut. Gut, an so einem Körper auch keine Kunst.

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  2. Perfekt! tolles Shirt und mit deinem Maschinchen hast du noch das gewisse Etwas hingezaubert.

    Deine Zeilen finde ich richtig gut - stimme dir voll zu, ich selber bin ja noch fast mittendrin in dieser Phase ;-)..... und überhaupt, Geschenke passen doch immer, egal wann, egal ob zu früh, zu spät, einfach so und überhaupt!
    Lg Martina

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