Mittwoch, 19. August 2015

arm-reich

frau verfuchstundzugenäht möchte für ihre 180-gradaktion diesmal etwas zum thema arm und reich sehen.
ein heisses eisen, ein grosses thema!
bevor ich mich wieder verzettle, mache ich es mir diesmal einfach.

ich bin ja leider ziemlich arm an musikalität... und das bei einer mutter, die reich gesegnet ist damit. die kann jodeln, dass es einem kalt den rücken herunter läuft...
und volksmusik im volksdümmlichen sinn sagt mir nichts.

aber alle zwei jahre freue ich mich wie ein kind auf drei tage volksmusik. nein, nein, nicht einfach nur hudigäggeler gibt es da zu hören und auch keine schlager. aber viele spannende experimente und neue ideen. althergebrachtes wird gepflegt, aber nicht einbalsamiert.
letztes wochenende war es wieder einmal so weit.

bereits das eröffnungskonzert mit fünf grossartigen jungen musikerInnen aus östereich versprach höchsten musikgenuss für die kommenden tage. und so war es denn auch: da rockte einer auf dem hackbrett, dass die stöcke nur so flogen. da interpretierte eine die geier-wally ziemlich neu. ihre sieben geier konnte man dann zu später stunde auch noch im freiflug erleben und und und...
gut, es gab auch das eine und andere, das sich mir nicht erschloss, das mir zu fremd blieb.

aber was hat das mit arm und reich zu tun? viel!
das ganze festival zeigte aufs eindrücklichste welcher musikalischen reichtum in der volksmusik der verschiedenen länder und regionen dieser welt schlummert. entstanden ist sie in armen bauernstuben, im einfachen volk.


ganz besonders berührt haben mich da die jungen musikstudentInnen aus finnland, irland und der schweiz. sie haben schon eine woche vor dem festival zusammen geprobt. ihre einzelnen konzerte waren bereits ein ohrenschmaus, das gemeinsame konzert dann aber eine wucht!
ein wunderbares beispiel, wie musik verbinden kann. gemeinsamkeit ohne gleichmacherei. reichtum, der aus vielfalt schöpft! schön zu wissen, dass junge, moderne leute eingerostete (zumindest in der schweiz) traditionen  entstauben und sie lebendig erhalten.

leider ist das festival bereits wieder vorbei. aber in zwei jahren...


herzlich,

mo



Kommentare:

  1. ...volksmusik im volksdümmlichen sinn...
    Frau Mo! Dieses Wortspiel ist so unglaublich genial!!!
    Ich liebe sie auch, die Volksmusik! Auch wenn sie in unserer Gegend kaum mehr gelebt Tradition hat. Trotzdem - gerade deshalb? - sing ich dagegen an. Viele liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. öööhmmm... da ist wohl mein lästermaul wieder mal mit mir durchgegangen... aber ich lass das jetzt mal so stehen...

      Löschen
  2. Oh , da wäre ich gern dabei gewesen. Das war sicher toll!

    liebe Grüße,

    E

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja! grossartig! und das festival war so gut besucht wie noch nie!

      Löschen
  3. Was ich irgendwie vorher vergessen habe... Alma hab ich auch schon gehört. So unfassbar genial!!! Julia Lacherstorfer hab cih auch schon mit ihrem Freund bei einem Mini-Fuzzi-Konzert erlebt, der widerum eine irre gute Bläsergruppe hat: Federspiel. Da spielt auch ein Hollabrunner mit. Wenn du Volksmusik gerne auf CD hörst dann kann ich dir die nur empfehlen: http://www.feder-spiel.at/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hihi! federspiel waren auch da ;-) sie haben auch ein paar stücke mit alma gespielt. leider hatten wir an ihrem konzert keinen platz mehr im saal. es war das erste mal, dass es keine tagespässe mehr gab und man auch mit pass nicht in alle konzerte kam :-/

      Löschen
  4. Wie schön,das hätte mir auch gefallen!!
    LG Kerstin

    AntwortenLöschen
  5. Jetzt komm ich einen monat später hinterhergetrödelt. Aber das muss ich schon noch loswerden. Für alle, die es noch nicht wissen: alpentöne sind GENIAL. Allerdings bei dem volksaufmarsch dieses jahr sollten wir wohl nicht zuviel werbung machen, frau mo, oder? Herzlichst elz

    AntwortenLöschen