Donnerstag, 30. November 2017

12tel blick november 17

zweimal bin ich an den see gefahren um die november-12tel-blicke zu knipsen. beide male war das timing zum fötelen suboptimal.
beim ersten mal schien, wie bereits im oktober, die sonne und blendete auf den bergfotos. die gegen den see fand ich recht gut, so mit schön blauem wasser, blauem himmel, weissen wolken und schnee auf den bergen. so ähnlich wie im oktober hald. einfach etwas weniger blau und mehr weiss.
beim zweiten versuch war die sonne bereits wieder weg. dafür dunkelte es auch schon wieder. also alles etwas unbunt und so gar nicht zum plöffen.
ich habe dann herr mo die entscheidung anvertraut, welche bilder ich nehmen soll. er fand die zweiten passender. also gibt es heute etwas trübe, gräuliche novemberbilder.

gegen den see


 und in die berge


das war vorgestern. heute ist es fast bis in den talboden weiss. ich bin gespannt, ob ende jahr mehr oder weniger schnee liegt.

herzlich,

mo

tabea sammelt auch heute wieder alle 12tel-blicke.

Dienstag, 28. November 2017

vogelgezänk

das muss jetzt mal raus!

da habe ich doch vorgestern ein feuer für menschlichkeit und frieden angezündet...

und nun das!

dabei sind herr mo und ich friedliebende menschen. wirklich! man könnte sogar sagen, etwas arg harmoniebedürftig. ich ziemlich und herr mo noch etwas mehr.

wir nehmen rücksicht auf unsere mitmenschen und versuchen, anderen nicht mehr als nötig ins gärtchen zu trampeln. das führt, glaube ich dazu, dass andere ab und zu meinen, wir seien blöd und liessen uns alles gefallen.

zu diesen anderen gehören unsere nachbarn. aso natürlich nicht alle! neinnein! mit fast allen verstehen wir es gut bis ausgezeichnet! nur bei den einen happert's! dafür aber gehörig! die sind uns ja schon öfter in unser gärtchen getrampelt. im wörtlichen wie im übertragenen sinn.

die geschichte ist etwas lang und ich will hier jetzt auch nicht alles ausbreiten... aber kurz gesagt, geht es unter anderem um die vogelfütterung, bzw. um die bergdohlen. letztere sind den nachbarn ein dorn im auge.


die schlauen vögel kommen jeweils bei wintereinbruch von der bergen herunter ins besiedelte gebiet und suchen sich, meistens in kleineren scharen, hier unten ihre nahrung.
dass herr mo ganzjährig die vögel füttert scheint sich unter den gefiederten herumgesprochen zu haben und so drehen sie hald ihre runden auch bei uns, setzen sich, grenzenlos, wie sie sind, auch mal aufs nachbarsdach und kümmern sich nicht darum, wohin sie ihre hinterlassenschaft fallen lassen.
dass das wiederum den nachbarn nicht gefällt, konnten wir verstehen und friedliebend wie wir sind, haben wir auch erfolgreich dafür gesorgt, dass die dohlen das futter nicht mehr vom nachbarshaus aus anfliegen.

trotzdem hat sich der nachbar im letzten winter einen ausraster von der brutalsten art geleistet. daraufhin haben wir die grenze klar markiert. im wörtlichen, wie im übertragenen sinn.

aber statt sich zu entschuldigen, zog der nachbar gestern erneut einen wüsten streit vom zaun und beschimpfte herr mo auf's unflätigste. wegen den dohlen und überhaupt...


und ich musste daran denken, wie wir vorgestern einer dohle dabei zugesehen haben wie sie sich am futter zu schaffen machte. als eine zweite dazu kam und ihr mit dem schnabel bedeutete, dass sie auch was abhaben will, dachten wir, dass das wohl bald in ein vogelgezänke ausarten würde.
und da drehte sich die erste dohle um und fütterte die zweite!

wie gesagt; das musste jetzt mal raus!

 
herzlich,

mo



Sonntag, 26. November 2017

zünden wir ein feuer an

diesen monat bin ich wieder einmal bei astrids linkparty dabei!

im september suchte sie posts zum thema 'schulanfang'. da habe ich geschwänzt. das wäre wahrscheinlich eh keine besonders schöne geschichte geworden...

und im oktober, zum thema 'kultur' wollte mir partout nichts einfallen...

aber zum novemberthema 'feuer', da fällt mir sofort was ein:


ja, ein feuer anzünden, das kann ich!

meine ersten lebensjahre verbrachte ich in einem alten häuschen ohne warmwasser, waschmaschine und zentralheizung. gekocht wurde auf dem holzherd, die wäsche wurde mit dem waschbrett gewalkt und das wasser für den badezuber musste zuerst auf dem feuer heiss gemacht werden.


das war natürlich nicht ungefährlich und führte zu einigen, teils schwerwiegenden unfällen.


das an meinem linken arm ist kein handschuh...
aber ich hatte glück! ich trage nur noch eine kleine narbe am oberarm. andere hat es weitaus schlimmer getroffen!

beim wandern war der höhepunkt meistens die über dem offenen feuer gebratene cervelat


aber auch draussen hatte das feuer seine tücken. hier, in einer gegend, in der oft der föhn tobt, besteht immer wieder waldbrandgefahr und der urner hauptort altdorf wurde mehrmals durch feuersbrünste zerstört.

so erlebte ich als kind das feuer also als lebensnotwendig, aber auch als etwas unheimliches, schwer kontrollierbares, als eine naturgewalt.

vieles hat sich verändert seither; kochherd und waschmaschine funktionieren schon längst per knopfdruck und das wasser läuft jederzeit in der gewünschten temperatur aus dem hahn.
zum glück!

der respekt vor diesem urelement ist mir zwar geblieben


aber die freude daran überwiegt!

zum beispiel, wenn herr mo die feuerschale anwirft


oder wenn er auf den heissen kohlen was feines brutzelt


und natürlich das feuer im kleinen giltsteinofen


im herbst und winter wärmt es fast täglich die küche und mein herz!

ach ja, apropos feuer und herzerwärmend:


die gehören natürlich auch dazu!

zünden wir ein feuer an! für wärme, für menschlichkeit, für frieden! immer wieder!
  
herzlich,

mo



Donnerstag, 16. November 2017

weiterbildung

mit weiterbildungen tue ich mich ja eher etwas schwer. aber es wird ja heute verlangt, dass man sich lebenslang bildet...
ich bin nun schon viiieeele jahre in meinem beruf und habe schon so einiges an weiterbildungen genossen und gelegentlich auch erlitten. aber so mit den jahren habe ich immer öfter festgestellt, dass da altbekanntes in neuer verpackung daher kommt. und immer wieder bei adam und eva anfangen will ich nun auch nicht mehr. darum mag ich lieber tagungen als kurse. die sind vielfältiger, da erfährt man, was in der praxis wirklich gerade aktuell und anwendbar ist und man trifft immer interessante leute.

kinder in familiären belastungssituationen ist das thema der diesjährigen tagung des kinderschutzes schweiz. spannend! ein thema, das mich in meinem beruflichen alltag immer wieder beschäftigt. also habe ich mich schnell angemeldet, die rechnung schön brav bezahlt und mir den morgigen tag frei gehalten.


auch herr mo hat sich extra frei genommen um mit mir nach biel zu fahren, wo er mit den hunden eine schöne wanderung unternehmen will.

alles ist also gut geplant!


tja! wer hat es bereits bemerkt? ich jedenfalls nicht!

bis mir heute ein bekannter ein whatsapp geschrieben hat: ob ich auch an der tagung in biel dabei sei? er habe meinen namen auf der teilnehmerliste gesehen.
und ich so: ja, ich bin auch dabei! ob er mit uns fahren wolle und woher er denn eigentlich eine teilnehmerliste habe?
jaaa... und dann ruft der an und wirkt etwas verwirrt... bis ich endlich merke, dass er auf der tagung IST!

jesses!!! die ist heute??? grmpf!!! frau mo!!! ehräwort!!!

gibt es eigentlich auch eine weiterbildung in terminplanung? eine, die bei adam und eva beginnt?

ich geh' dann mal heulen!

 
herzlich,


mo

p.s. ich hätte dann also morgen nichts geplant... falls jemand mit mir einen kaffee trinken möchte... oder ich unternehme mit herr mo und den hunden eine schöne wanderung...

Sonntag, 12. November 2017

12 am 12. november

letzten monat habe ich geschwänzt, aber heute bin ich wieder mit 12 bildern bei frau kännchen dabei.

heute ist sonntag, da können wir ausschlafen und es ist bereits hell, als wir aufstehen.

nachdem es draussen die ganze nacht wie aus kübeln geschüttet hat, zeigt sich das wetter am morgen von einer etwas freundlicheren seite

herr mo macht trotzdem erst mal
ein feuerchen

das frühstück geniessen wir
heute gemeinsam

der winter naht und die bergdohlen sind ins tal hinunter gezogen
ihre frühstücksrunde drehen sie nun wieder im dorf (das puff im hintergrund gehört imfall nicht zu unserem garten!)

während herr mo die erste hunderunde übernimmt,
bereite ich schon mal das mittagessen vor

und das dessert

und decke den tisch
es kommt nämlich lieber besuch!

nach ausgiebigem schmausen und schnädderen müssen wir uns mit dem verdauungsspaziergang etwas sputen,
damit wir noch vor dem angekündigten wintersturm wieder in der warmen stube sind

noch ein stück lebkuchen gefällig?
der schmeckt imfall besser als er aussieht! wirkliwahr!

mittlerweile stürmt es draussen
da machen wir es uns doch bei kerzenschein gemütlich

dazu ein spannendes buch
naja, ehrlich gesagt, fand ich harry hole schon spannender

die kapriolen der madam l. bieten da schon fast mehr unterhaltung

lust auf weitere 12/12er-bilder? dann hüpft doch mal rüber zu caro!


herzlich,

mo

Samstag, 11. November 2017

5 jahre

ist es heute her, dass ich mit dem bloggen begonnen habe.


du liebe güte! wie viel wasser ist in dieser zeit wohl die reuss herunter gelaufen? so vieles hat sich verändert!

anfangs war ein bastelblog geplant, mit dem hintergedanken, vielleicht ein wenig am diy-boom teilhaben zu können.

heute, fünf jahre, zwei bloggs und drei nähmaschinen (jaaa, kürzlich gab es im nähkämmerchen einen personalwechsel... hüstel) später, ist daraus mehr so ein allerleiblog geworden. inhaltlich ist gebasteltes weniger geworden, dafür gibt es mehr genähtes. dazugekommen sind ein paar ausflüge, ein haus und einige mehr oder weniger persönliche einblicke in mein leben. und dann sind ja auch neue soziale medien aufgekommen, wie instagram und pinterest. die sind auch spannend und die fressen auch viel zeit...
langer rede kurzer sinn; ich stehe an einem ähnlichen punkt, wie vor drei jahren oder wie vor einem jahr. immer öfter stelle ich mir die frage, was ich hier eigentlich tue.

mein bedürfnis, mich öffentlich mitzuteilen, ist momentan wenig ausgeprägt, die fotokamera liegt meist untätig rum und bei den anderen blogs habe ich etwas den anschluss verloren.

ausserdem stört es mich zunehmend, dass es da draussen so ein paar leute gibt, die mich persönlich kennen, die meine telefonnummer haben, die wissen, wo ich wohne, die sich aber kaum noch bei mir melden und wenn ich sie dann zufällig treffe, sind sie bestens über mich, bzw, über das, was von mir im blog steht, informiert. da frage ich mich schon langsam, was ich da tue, für wen ich es tue und ob ich diese form der einseitigen unterhaltung weiter betreiben will. ich könnte ja auch einfach ein privates tagebuch führen.

zum aufhören mag ich mich aber auch nicht so recht entscheiden. das bloggen hat mir in den vergangenen fünf jahren auch viel spass gemacht! es gibt in der bloggerwelt so viele interessante, kluge menschen, denen ich im leben 1.0 sonst nie begegnet wäre. ihre posts und bloggeraktionen sind für mich oft wertvolle anregung, mich etwas vertiefter mit einem thema auseinanderzusetzen oder die welt und die dinge immer mal wieder aus anderen blickwinkeln zu betrachten.

da fällt mir grad was ein: neulich habe ich mich mit meiner buchhalterin über ihren wunsch und ihre zweifel, sich einen neuen hund anzuschaffen unterhalten. und irgendwann ist mir so rausgerutscht: 'wenn man nicht klar nein sagen kann, muss man doch eigentlich ja sagen!' ist doch wahr! so halbe sachen bringen doch nichts!

nach dieser logik müsste ich eigentlich auch ja sagen zum bloggen! dazu müsste ich ihn vielleicht mal etwas renovieren, das äussere erscheinungsbild auffrischen und die inhalte überdenken.

JA! das werde ich tun! aber in meinem tempo, so wie es für mich passt!

happy birthday, lieber blog! ♥♥♥♥♥


herzlich,

mo




Dienstag, 7. November 2017

puppentheater

was für ein Stück!
eine fast unglaubliche und doch wahre geschichte! was für eine grossartige inszenierung!


ich bin schockiert! ich bin zutiefst beeindruckt! ich bin dankbar, dass ich dieses puppentheater sehen durfte!

damit wir nie, nie vergessen! damit wir uns dafür einsetzen, dass es irgendwann nicht mehr geschieht...


Was geschieht

Es ist geschehen
und es geschieht nach wie vor
und wird weiter geschehen
wenn nichts dagegen geschieht.

Die Unschuldigen wissen von nichts,
weil sie zu unschuldig sind
und die Schuldigen wissen von nichts,
weil sie zu schuldig sind.

Die Armen merken es nicht,
weil sie zu arm sind
und die Reichen merken es nicht,
weil sie zu reich sind.

Die dummen zucken die Achseln,
weil sie zu dumm sind
und die Klugen zucken die Achseln,
weil sie zu klug sind.

Die Jungen kümmert es nicht,
weil sie zu jung sind,
und die Alten kümmert es nicht,
weil sie zu alt sind.

Darum geschieht nichts dagegen
und darum ist nichts geschehen
und geschieht nach wie vor
und wird weiter geschehen.

Erich Fried


 
herzlich,

mo